Die Anthroposophische Heilkunde versteht sich als "Weisheit vom Menschen" und sieht diesen als Einheit aus Körper, Geist und Seele. Es ist eine integrative, auf der Naturwissenschaft aufbauende Medizin. Sie vereint die Naturheilverfahren Phytotherapie, Homöopathie, Psychotherapie und Kunsttherapie. Die Anthroposophie wurde auf den Lehren von Rudolf Steiner begründet.
Die Pflanzenheilkunde = Phytotherapie ist eine der ältesten medizinischen Therapien und beruht auf einer jahrhunderte langen Erfahrung und das Wissen um der positiven Wirkung von Pflanzen. Aufgrund ihrer komplexen Zusammensetzung wirken Heilpflanzen übergreifend an mehreren Stellen im Körper. Je nach Pflanze werden Blätter, Blüten, Wurzeln, Samen und Rinden verwendet. Die pflanzlichen Wirkstoffe können als Tee, Tinktur, Extrakt, ätherisches Öl, Kapsel/Tablette oder Salbe angewendet werden.
Die Homöopathie ist eine alternative Behandlungsmethode, die Anfang des 19. Jahrhundert vom deutschen Arzt Samuel Hahnemann begründet wurde. Der Kern der Homöopathie ist "Similia similibus curentur" = "Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt". Die Mittelwahl richtet sich nicht nur nach den Symptomen einer Erkrankung, sondern auch auf die Art und Weise, wie der Betroffene auf seine Erkrankung reagiert.
Mikrobiomtherapie Als Mikrobiom werden alle Mikroorganismen bezeichnet, die den menschlichen Körper besiedeln. Es ist im Darm, auf der Haut, auf den Schleimhäuten, den Atemwegen und dem Urogenitaltrakt zu finden. Ein gesundes Gleichgewicht beeinflusst positiv den Stoffwechsel, die Verdauung, das Immunsystem und das Hormonsystem. Die Therapie kann Probiotika, Präbiotika, Anpassung der Ernährung und weitere Maßnahmen umfassen.
In der Ernährungstherapie wird durch gezielte Veränderung der Ernährung auf die speziellen Bedürfnisse und Anforderungen der Person eingegangen. Sie zielt darauf ab den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen, Symptome zu lindern, die Lebensqualität zu verbessern und den Medikamentenbedarf zu reduzieren. Dies kann eine Umstellung der Ernährung selbst, die Anpassung der Zufuhr oder die Einnahme spezieller Diäten umfassen. Die Ernährungstherapie ist nicht gleichzusetzen mit den allgemein formulierten Ernährungsempfehlungen.
Ab- und Ausleitungsverfahren sind klassische naturheilkundliche Methoden, die darauf abzielen den Körper von belastenden Giftstoffen zu befreien. Die Ausleitung erfolgt hierbei unter anderem mittels Schröpfverfahren, Baunscheidtieren und Aderlass.
Schröpverfahren - mit speziellen Glas-Schröpfgläsern wird ein Unterdruck erzeugt und dadurch die Haut leicht hoch gezogen. Das darunterliegende Gewebe wird gelockert und vermehrt durchblutet.
Baunscheidtieren - ist eine Reiztherapie, bei der die Haut gestichelt und mit einem hautreizendem Öl eingerieben wird. Durch das Sticheln und Einreiben mit dem speziellen Öl bilden sich Quaddeln auf der Haut.
Aderlass - hierbei werden je nach Krankheit, Geschlecht, Alter und Konstitution der Person zwischen 50 ml und 300 ml Veneblut entnommen. Zur Beruhigung :) - bei einer Blutspende werden den Personen 500 ml Blut entnommen.
